Ratgeber: Eine gute FFP2 Maske erkennen

Frau mit FFP2 Maske

Wie kann man eine gute FFP2 Maske erkennen ohne ein Profi zu sein? Hier erklären wir, worauf es bei der Wahl der richtigen Maske ankommt.

Eine gute FFP2-Maske erkennen – im November 2020 ist dies durch die rasant steigenden Infektionszahlen in Deutschland besonders wichtig. Man kann seit Beginn der Corona-Pandemie eine Veränderung beobachten: Immer mehr Menschen achten auf die richtige Maske. Da sind die Manager, die neben sich selbst auch auf die Firma und den Schutz der Mitarbeiter achten, aber auch die Privatpersonen, die für sich, die Familie, die Eltern und Großeltern eine gute Entscheidung treffen wollen. Aber auch das Gegenteil kann man tagtäglich erblicken: Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln sieht man Menschen ohne Masken trotz Maskenpflicht. Oder aber ein „Falscher Freund“: Maske über dem Mund und die Nase unbedeckt – ein sehr schlechter Kompromiss. Wie erkennt man jedoch eine gute FFP2-Maske?

Produktion nach EU PSA Verordnung 2016/425

Um sich selbst zu schützen, überlegen sich immer mehr Menschen, zu einer zertifizierten FFP2-Maske zu greifen. Diese filtrierenden Halbmasken, zertifiziert nach der PSA Verordnung (EU) 2016/425, Norm EN 149:2001 + A1:2009 waren vor COVID-19 nur Spezialisten und Fachkräften bekannt. Insbesondere Fachleute, die für den Umgang mit gefährlichen Aerosolen und Stäuben ausgebildet sind, nutzten sie. Deshalb wurde diese oftmals über Baumärkte und nur für Fachpersonal verkauft. Zu Beginn der Corona Pandemie waren sie erst für Pflegekräfte oder Ärzte reserviert. Dort wurden sie insbesondere zur Diagnose und Behandlung von infizierten Patienten eingesetzt. Der Vorteil der FFP2-Maske ist, dass man über einen Filter atmet. Dieser hält einen Großteil der Tröpfchen, welche die Viren transportieren,ab. Mittlerweile erkennen viele Leute eine gute FFP2-Maske. N-TV hat Masken getestet, sowohl in Apotheken, als auch Online. Laut Aussage in dem Bericht sind wahrscheinlich weit mehr als die Hälfte aller im Umlauf befindlichen FPF2-Masken nicht zugelassen.

Eigen- und Fremdschutz

Eine hochwertige FFP2-Maske erkennen die Spezialisten daran, dass sie zwei Eigenschaften vereint. Sie dient sowohl dem Eigenschutz des Trägers als auch dem Fremdschutz des Umfeldes. Partikel mit einer Größe zwischen 0,06 μm – 0,1 μm werden durch FFP2-Masken aus der Umgebungsluft gefiltert. In Europa sind nur Masken zugelassen, die der Norm DIN EN 149:2009-08 entsprechen. Demnach müssen FFP2-Masken mehr als 94 Prozent der Partikel filtern. Dadurch wird ein Großteil der Viren aus der Umgebungsluft gefiltert. In Verbindung mit Stoßlüften besteht dadurch ein sehr gutes Konzept zum Selbstschutz. Experten bestätigen die Wirksamkeit von FFP2-Masken gegen COVID-19 Viren.

Der Atemwiderstand bei FFP2-Masken

Durch die Filterwirkung der FFP2-Maske fällt die Atmung schwerer. Deswegen sind körperlich anstrengende Aktivitäten mit einer FF2-Maske besonders schwer. Der Einsatz mit Maske sollte hier wohlüberlegt sein. Die zusätzliche Anstrengung der Atemmuskulatur merkt man bewusst, ähnlich wie beim Atmen durch einen Schnorchel. Eine gute FFP2-Maske erkennt man auch am niedrigen Atemwiderstand.

Alltagsmasken und FFP Masken mit Ausatmungsventil

Alltagsmasken müssen keinen Anforderungen aus einer Norm entsprechen. Entsprechend ist auch die Filterleistung nicht vergleichbar. Masken mit Ausatemventilen filtern nicht die ausgeatmete Luft, deshalb ist der Fremdschutz vermindert. Für den Einsatz in staubigen und aerosolhaltiger Luft können auch FFP1, FFP2 oder FFP3 Masken mit Ausatemventil eingesetzt werden. Das Ventil filtert die eingeatmete Luft und gleichzeitig wird die Ausatmung durch das Atemventil erleichtert. Aber leider werden beim Ausatmen mögliche Corona-Viren des Maskenträgers nicht gefiltert. Deshalb bieten diese keinen guten Fremdschutz für die Menschen in der Umgebung. Entsprechend sind für Eigenschutz und Fremdschutz am besten FFP2-Masken ohne Ventil geeignet.

Die wesentlichen Kennzeichen

Profis erkennen beim Kauf eine gute FFP2-Maske anhand von ein paar Kennzeichen. KN95 Masken waren im Frühjahr eine erste Hilfe. Deshalb hatte die Europäische Union damals kurzfristig eine Sonderzulassung geschaffen. Dies wurde teilweise missbraucht. Fälschungen und Produkte mit geringer Qualität wurden in den Verkehr gebracht wurden. KN95 wird mittlerweile nicht mehr zugelassen.

Eine echte CE zertifizierte Maske hat ein CE Kennzeichen. Diesem folgen die vier Ziffern der “Benannten Stelle”. Diese Benannte Stelle ist im Nando Verzeichnis der Europäischen Union registriert. Die Benannte Stelle muss gleichzeitig auch eine Zulassung für Persönliche Schutzausrüstung (PSA) für Atemschutzgeräte haben. So findet man auch deutsche Prüfinstitute, die zwar für PSA zugelassen sind, aber nicht für Atemschutzmasken. Dies ist zum Beispiel für den TÜV Süd der Fall. So wäre zum Beispiel eine FFP2-Maske mit der Kennzeichnung “CE 0036” eine Fake Maske, da der TÜV Süd keine Baumusterprüfung von FFP2-Masken vornimmt.
Oder noch einfacher: Ein CE Kennzeichen ohne die vier Ziffern der Benannten Stelle ist eine Fälschung.

Zusätzlich hat eine FFP2-Maske auch eine Kennzeichnung der spezifischen Norm. Diese muss auf der Maske aufgedruckt sein. Dies kann entweder verkürzt (EN 149:2009) oder aber auch vollständig (EN 149:2001+A1:2009) erfolgen. Zusätzlich muss jede Maske die Modellbezeichnung tragen. Die Kennzeichnung R für wiederverwendbar oder NR für nicht wiederverwendbar ist auf der FFP2-Maske erforderlich. Ist kein entsprechender Aufdruck vorhanden, können Sie eine falsche FFP2-Maske identifizieren. Und es bleibt unklar, ob der Vliesstoff filtert oder ob nicht das Atmen zu anstrengend ist. Wir empfehlen hier den Kauf von FFP2-Masken direkt vom Hersteller, zum Beispiel bei uns im Online Shop.

Den richtigen Hersteller finden

Eine gute FFP2-Maske erkennen Fachleute daran, dass der Hersteller für eine gleichbleibend hohe Qualität sorgt. Auch das Filtervlies ist entscheidend. Die Kritik an den asiatischen Anbietern vom Frühjahr 2020 war im wesentlich durch zwei Faktoren gezeichnet:
1. Die durchgängige Gewährleistung von sehr hoher Qualität. Obwohl der Marktführer für Meltblown-Vliesmaschinen aus Deutschland kommt, war der Abnahmemarkt zu 100% in Asien. Es gab keinen einzigen deutschen Hersteller von FFP2-Masken. Die D/Maske ist angetreten, um dies zu ändern.
2. Raubkopien und Fälschungen: Hochwertige Hersteller kämpfen seit dem Frühjahr mit immer besser werdenden Plagiaten, die entweder die versprochenen Filter-Eigenschaften nicht erfüllen und/oder keine Zulassung in der EU haben.
Wir empfehlen den Kauf direkt vom Hersteller, denn hier können Sie sicher sein, dass die Qualität vor der Inverkehrbringung stimmt.

Der richtige Sitz der Maske

Gute FFP2 Maske erkennen - auch am richtigen Sitz

Eine gute FFP2-Maske erkennt man auch am dichten Sitz der Maske. Die Schutzwirkung gilt nämlich nur für einen optimalen Sitz. Dieser wird durch sorgfältiges, korrektes Aufsetzen erreicht. Beim Tragen sollte man darauf achten, dass die Maske auf das Gesicht passt. Bartträger sollten sich bitte rasieren. Auch hier sieht man, dass bei Einsatz von asiatischen Masken auf Grund der unterschiedlichen Physiognomie die Masken nicht passen. Nicht umsonst sind wir Europäer in Asien gerne als „Langnasen“ bekannt. Bei europäisch zugelassenen CE zertifizierten Masken sind die Größen auch für Europäer geeignet. Die FFP2-Masken funktionieren am besten, wenn sie richtig dicht sitzen. Man spricht von der der Leckage der Maske, bei der bei schlechtem Sitz die Luft um die Maske herum geht, was die Filterleistung reduziert.