Was ist der Unterschied zwischen einer FFP2 Maske und einer OP-Maske?

FFP2 Maske vs. OP-Maske: Das sind die Unterschiede

An vielen Orten, an denen Maskenpflicht besteht (z. B. im öffentlichen Nahverkehr, im Supermarkt oder im Theater), sind medizinische Masken vorgeschrieben. Dazu zählen die sogenannten OP-Masken sowie FFP2-Masken. Alltags- oder Stoffmasken sind nicht (mehr) erlaubt, weil sie keine ausreichend große Schutzwirkung für den Träger und seine Umgebung bieten. Medizinische Masken wie die FFP2- oder OP-Maske haben hingegen eine Schutzwirkung – wenn auch nicht dieselbe.

Wie schützt eine OP-Maske?

OP-Masken gehören zu den medizinischen Gesichtsmasken, die üblicherweise als Mundschutz in Arztpraxen oder in Krankenhäusern zum Einsatz kommen. Die Masken sind rechteckig mit Faltenwurf und lassen sich nach Bedarf unterschiedlich weit auseinanderziehen. Sie bestehen aus mehreren Schichten spezieller Kunststoffe und besitzen Ohrschlaufen und einen Nasenbügel aus Draht, mit denen sich der Sitz individuell anpassen lässt. Damit sie als medizinischeGesichtsmaske anerkannt sind, müssen sie eine bestimmte Filterleistung und eine Zulassung nach DIN EN 14683 erbringen. Wenn diese gesetzlichen Qualitätsanforderungen erfüllt sind, tragen die Masken ein CE-Kennzeichen als Medizinprodukt auf ihrer Verpackung (neben den Angaben zum Hersteller).
OP-Masken bietet einen geringen Eigenschutz, schützt aber vor allem andere (Fremdschutz) vor Tröpfchen, weniger vor Aerosolen. Die – zumindest auf der Vorderseite (Außenseite) – meist farbigen (grün oder blau) Masken sind eigentlich als Einwegmaske vorgesehen. Im Notfall können sie – wenn sie nur kurz getragen werden – auch mehrfach genutzt werden. Empfehlenswert ist jedoch, sie nach jedem Gebrauch zu wechseln und (im Hausmüll) zu entsorgen.

Wie schützt eine FFP2 Maske?

Die FFP2-Maske war ursprünglich als Einwegmaske konzipiert und gehört zu den partikelfiltrierenden Halbmasken. Typisch für den meist weißen Mundschutz ist die Trichterform. Vor Corona waren die FFP2-Masken als sogenannte Atemschutzmaske aus dem Arbeitsschutz im Handwerk bekannt. Sie weisen eine deutlich größere Schutzwirkung auf als Stoffmaske oder OP-Maske, was der höheren Anzahl und Vielfalt verschiedener Filterschichten zu verdanken ist. Diese bestehen aus besonderen Vliesen mit speziellen Eigenschaften. Dazu zählt zum Beispiel ein von zwei anderen Schichten umgebenes Filtervlies, das eine bestimmte Filterleistung aufweisen muss. Von ihr ist die Schutzwirkung der Atemschutzmaske abhängig.

FFP-Masken halten nicht nur Tröpfchen, sondern auch Aerosole, Rauch oder Feinstaub aus der Atemluft fern und schützen vor allem den Träger selbst, aber (sofern sie kein Ventil besitzen) auch die Personen im näheren Umfeld. Die Filterleistung einer zertifizierten FFP2-Maske liegt bei mindestens 94 % – vorausgesetzt, sie sitzt richtig. Die meisten faltbaren FFP-Masken sind in einer Einheitsgröße erhältlich, lassen sich aber unterschiedlich weit aufklappen und somit der individuellen Kopfgröße und -Form anpassen.
Die Qualität der Masken wird über die europäische Norm EN 149 zertifiziert. Die CE-Kennzeichnung muss neben dem Hinweis auf die Norm EN 149 die vierstellige Nummer der Prüfstelle beinhalten und sowohl auf der Verpackung als auch dem Produkt zu sehen sein.
Deshalb sollten Sie eine FFP2-Maske kaufen!

Eine FFP2-Maske bietet im Vergleich zu anderen Mundschutz-Arten den besten Schutz vor einer Ansteckung – und zwar für sich und andere. Während eine Alltagsmaske keine medizinisch-belegte Schutzwirkung aufweist, schützt die OP-Maske die Mitmenschen. Die FFP2-Maske zeichnet sich jedoch durch Fremdschutz und Eigenschutz aus und bildet damit – zusammen mit den anderen Hygienerichtlinien – ein effektives Werkzeug, um die Ausbreitung der Corona-Pandemie zu stoppen.
Wichtig: Nur wenn die FFP2-Maske zertifiziert ist, ist ihre Schutzwirkung tatsächlich belegt. Produkte mit entsprechender Prüfnorm und Kennzeichnung garantieren einen Abscheidegrad von mindestens 94 % der Aerosole und anderer Mikropartikel, die sich in der Atemluft befinden und Krankheiten verbreiten können.