FFP2 Testsieger: ZDF WISO testet Masken

FFP2 Testsieger

FFP2 Masken zum Schutz vor SARS-CoV-2? Die ZDF Sendung WISO hat getestet, welche FFP2-Masken sich zu kaufen lohnen und welche auch ihr Geld wert sind. Das Ergebnis hat uns überrascht: Auch Apotheken verkaufen minderwertige FFP2-Masken. Die FFP2-Masken Made in Germany wurden hier zum FFP2 Testsieger erklärt.

Globale Pandemie – Unterschiedliche Standards

Es gibt große Unterschiede zwischen den Masken, obwohl die Standards weltweit grundsätzlich ähnlich sind. FFP2 bezeichnet in der Europäischen Union einen bestimmten Typ von Masken, die einen Abscheidegrad von mindestens 94% der Aerosole und Feststoffe aufweisen. Gleichzeitig dürfen die Masken auch einen bestimmten Atemwiderstand erreichen. Weitere Kriterien legt die Norm DIN EN 149:2001 + A1:2009 fest. Für unterschiedliche Länder und Märkte werden auch Masken mit unterschiedlichen Qualitätsmerkmalen produziert. Masken mit den Kennzeichen FFP1, FFP2 und FFP3 sind für den europäischen Markt zugelassen. Masken mit der Kennzeichnung KN95 sind es nicht, auch nicht Masken mit N95. Diese sind äußerlich kaum zu unterscheiden, jedoch treten die Unterschiede ans Licht, wenn man die Maske durch Aufschneiden zerstört.

Tipps von ZDF WISO

WISO gibt Tipps, worauf Käufer achten sollen. FFP2-Masken bestehen aus mehreren Lagen. Schneidet man eine Maske durch, soll durch die Filterschicht, oftmals die mittlere Lage, bei Gegenlicht kein Licht durchscheinen. FFP2-Masken dürfen maximal 6 Prozent der Aerosole durchlassen, dadurch werden sowohl der Träger als auch sein Gegenüber geschützt. Laut WISO und DEKRA sind circa vier Milliarden minderwertiger Masken in Deutschland im Umlauf.

Der Grund? Zu Beginn der Pandemie waren Masken knapp und FFP2 Masken “Made in Germany” waren gar nicht verfügbar. Aufgrund von Zeitdruck wurde auf erforderliche umfangreiche Tests verzichtet und so wurden auch ungeprüfte Masken in den Handel gegeben. Dies konnte auch trotz späterer Schnelltests nicht verhindert werden.
WISO kaufte Masken in Apotheken ein: „Dort, wo man höchste Qualität erwartet. Auf Nachfrage zeigt uns keine die amtliche Bestätigung.“ Teilweise waren die FFP2-Masken aus Stoff und wurden mit ‘Nanosilber’ verkauft, jedoch erfüllt eine Baumwollmaske keinerlei Auflagen an irgendeine Klasse im Bereich des Atemschutzes.

WISO sucht den FFP2 Testsieger

Insgesamt 24 Masken lässt WISO auf Durchlässigkeit und Atemwiderstand testen: „Zwölf erfüllen nicht einmal den Schnellteststandard und sind durchgefallen“, so lautete das Ergebnis. Betroffen sei jede zweite Apothekenmaske. Ein Modell fiel besonders negativ auf und ließ mit einer Penetration von 63 Prozent die meisten Aerosole durch. Der FFP2 Testsieger kam wenig überraschend aus Deutschland – “Made in Germany” ist hier die richtige Wahl und steht für hohe Qualität.

Welche Masken sind zugelassen?

Seit dem 1. Oktober 2020 sind Schnelltests nicht mehr zulässig und alle Masken, die neu auf den Markt kommen, müssen geprüft werden und ein CE-Kennzeichen erhalten. KN95-Masken sind damit nicht mehr erlaubt. Verbraucher sollten demnach beim Kauf auf die komplette CE-Kennzeichnung bestehend aus CE plus vierstelligem Zifferncode (z.B. CE 2163) achten. Hier geht es zum WISO Beitrag in der ZDF Mediathek.

FFP2 Testsieger mit CE Kennzeichen
Maske mit CE Kennzeichen

Was bedeuten die Abkürzungen N95 und KN95?

Die Kürzel bei diesen Masken, die man im Geschäft oder auch im Internet bestellen kann, stehen für die Masken-Standards aus den USA (N95) und China (KN95). FFP2-Masken erfüllen typischerweise auch diese Standards, aber das gilt nicht automatisch umgekehrt! Zu Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 gab es nicht genügend Schutzmasken. Deshalb wurden diese von der Bundesregierung als funktional gleichwertig mit FFP2-Masken eingestuft. Entsprechend wurden die Einfuhrbestimmungen für persönliche Schutzausrüstung gelockert mit der Folge, dass auch Masken mit ausländischen Standards importiert werden durften. Unter den importierten Masken befanden sich auch immer wieder gefälschte Ware und KN95-Masken von schlechter Qualität, die nicht die EU Norm EN 149:2001 + A1:2009 erfüllen. Preis und Vertriebsweg lassen nicht unbedingt Rückschlüsse auf die Qualität zu. Die Sondergenehmigung wurde zum 1. Oktober 2020 aufgehoben. Hier finden Sie den Link zum Test des WDR.