Schutz vor Bakterien: So sicher ist die FFP2 Maske

Mann mit FFP2 Maske in der Stadt

Dass die FFP2 Maske vor Viren schützt, konnte sie in den letzten Jahren im Rahmen der weltweiten Corona-Krisensituation unter Beweis stellen. Doch auch Krankheiten wie Tuberkulose und Keuchhusten kommen immer häufiger wieder in Deutschland auf. So beispielsweise nach Umweltkatastrophen wie Überschwemmungen, wenn Hygiene zum Problem wird. Zum Glück können Sie sich auch hier auf die medizinisch wirksame FFP2 Maske verlassen.

Masken schützen vor bakteriell ausgelösten Krankheiten

Rund 1,5 Millionen Menschen sterben weltweit an Tuberkulose, einer fatalen Atemwegserkrankung, die vor allem in Kriegs- und Katastrophengebieten eine alltägliche Gefahr ist. Wer hier medizinisch oder humanitär helfen möchte, muss eine FFP2 Maske oder einen anderen wirksamen Atemschutz tragen. Krankheiten wie Legionellose, Tuberkulose, Pneumokokken, Salmonellose, aber auch Chlamydien und Tripper werden bakteriell übertragen (2). Breiten sie sich wie TBC, Meningokokken oder Haemophilus influenza über die Atemluft aus, retten Masken Leben.

So unterscheiden sich Viren und Bakterien

Coronaviren haben es zu zweifelhafter Bekanntheit gebracht, seit sie innerhalb von zwei Jahren fast 5 Millionen Todesopfer weltweit verursacht haben. Viren sind tückisch, denn sie sind so klein, dass sowohl das Erkennen, als auch der Schutz vor der Infektion zunächst schwierig sind. Bakterienstämme dagegen sind um das Hundertfache größer. Sie werden umgangssprachlich als Bazillen bezeichnet, wobei diese tatsächliche Gruppe nur eine von drei Hauptformen bildet. Besonders wichtig: Bakterien sind im Gegensatz zu Viren Lebewesen. Sie vermehren sich selbst über Zellteilung, während Viren eine Wirtszelle benötigen, die ihre DNA verbreitet (3). Gegen die viel kleineren Viren schützt die FFP2 Maske, aber helfen Masken auch gegen bakterielle Ansteckung?

Wieso die FFP2 Maske nicht nur gegen Viren schützt

Alle Masken der FFP2-Klassen schützen gegen über die Atemluft verbreitete Bakterien. Die Bakterienzellen werden dabei noch zuverlässiger von den Atemwegen fern gehalten als Viren. Das FFP in FFP2 Maske steht für Filtering Face Piece. Auf Deutsch werden sie als partikelfiltrierende Halbmaske bezeichnet. Laut DIN EN-149 müssen die FFP2-Klassen Partikel abfangen, die kleiner als Asbest-Partikel sind, etwa 0,01 Mikrometer. Viren wie die aktuellen Coronaviren sind 0,08 bis 0,14 Mikrometer klein. Bakterienzellen dagegen sind mit 0,1 bis 700 Mikrometer Größe geradezu riesig und liegen bildlich gesprochen auf der Maske auf wie eine Biene auf dem feinsten Insektenschutznetz.

Wann hilft es, Masken zu tragen?

An das Tragen von Masken zum Schutz vor Viren haben sich die meisten Menschen weltweit seit 2020 im Alltag gewöhnt. Die FFP2 Maske wird dabei am häufigsten in geschlossenen Räumen empfohlen oder sogar vorgeschrieben. Doch eine FFP2 Maske kann, wie alle Masken, nur dann Schutz bieten, wenn die Krankheitserreger sich in der Luft bewegen. Das ist für Bakterienstämme, die sich über Aerosole verbreiten, der Fall. Masken können auch da helfen, wo beispielsweise Escherichia coli an den Händen haftet und nicht im Gesicht verteilt werden und so über den Mund in den Verdauungstrakt gelangen kann. Eine FFP2 Maske ist wirkungslos gegen bakterielle Infektionen über Blut, Sekret und Nahrung. Grundsätzlich bieten Masken der FFP2-Klassen jedoch immer auch einen zusätzlichen Schutz im Umgang mit möglicherweise und tatsächlich an bakteriellen Infektionen Erkrankten.

1 https://www.swr.de/swr2/wissen/tuberkulose-die-vergessene-gefahr-100.html

2 https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/infektionskrankheiten-bekaempfen/antibiotikaresistenzen/welche-bakteriellen-krankheiten-gibt-es-.html

3 https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/infektionskrankheiten/der-unterschied-zwischen-bakterien-und-viren-713415.html